VdZ im Bundestagsausschuss für Tourismus

Zoos fordern konkrete politische Maßnahmen

 

Berlin, 06.05.2026 - Freizeiteinrichtungen wie Freizeit- und Vergnügungsparks sowie Zoos spielen eine große Rolle für den Tourismus im ländlichen Raum und stärken auch die regionale Wirtschaft. Dies wurde in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Tourismus am Mittwoch, 6. Mai 2026, deutlich, der sich unter Leitung der Vorsitzenden Anja Karliczek (CDU/CSU) mit den Potenzialen für Tourismus und Standortentwicklung durch die Freizeitwirtschaft beschäftigte.

 

Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Zoo Leipzig und Mitglied im Vorstand des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), war einer von fünf geladenen Expertinnen und Experten. In seiner Stellungnahme machte er deutlich, welchen Beitrag zoologische Gärten für Tourismus, Wirtschaft, Bildung und Artenschutz leisten – und wo die Politik jetzt handeln muss. Der aktuelle Koalitionsvertrag nennt Zoos ausdrücklich als „wichtige Institutionen des Artenschutzes und der Bildung". Für den VdZ ist dies ein wichtiges Signal – dem nun Taten folgen müssen. Aus Sicht der Zoos ergeben sich mehrere zentrale Handlungsfelder für die Politik:
 

a. Unterstützung nachhaltiger Investitionen und Tourismusförderung

 Investitionen in Infrastruktur, moderne Tieranlagen, Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltige Besucherangebote sind zentrale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung zoologischer Einrichtungen als Tourismusfaktor, die in die regionale Entwicklung wirken und sollten unabhängig von deren Betriebsformen ermöglicht werden.


b. Förderung flexibler Arbeitszeitmodelle und Stärkung flexibler Beschäftigungsformen (z. B. Minijobs, kurzfristige Beschäftigung, Saisonkräfte)

Zoos als touristische Ganzjahresattraktionen mit 7-Tage-Woche sind saisonalen Schwankungen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen an die Anzahl der Arbeitskräfte sowie Verteilung der Arbeitszeit ausgesetzt, was eine hohe Flexibilität in Arbeitszeitmodellen erfordert.


c. Stärkung der Umweltbildung  

Zoos können als außerschulische Lernorte stärker in nationale Bildungsstrategien integriert werden.


d. Ausbau internationaler Kooperationen
Die Zusammenarbeit mit internationalen Naturschutzorganisationen und in diversen Projekten sollte weiter gestärkt und durch politische Unterstützung gefördert werden.

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